Baugrunderkundung

Zur Baugrunderkundung versuchen wir die Untersuchungen mit kostengünstigen Kleinrammbohrungen durchzuführen, deren Aussagekraft wir ggf. durch Rammsondierungen (DPH oder DPL) oder durch Drucksondierungen ergänzen. Bei schwierigen Untergrundverhältnissen empfehlen wir die Durchführung kostenintensiverer verrohrter Trockenbohrungen oder Kernbohrungen.

Bereits vor dem Entwurf eines geplanten Bauvorhabens sollten der Aufbau und die Eigenschaften des jeweiligen Baugrundes bekannt sein. Nur durch eine sachkundige Prüfung des Baugrundes durch zugelassene, unabhängige Fachingenieure kann eventuellen Bauschäden vorgebeugt werden.

Die Standsicherheit eines Bauwerkes ist von den Bauwerkslasten, der Bauwerksnutzung und der Tragfähigkeit des Baugrundes abhängig. Außerdem ist eine Bestimmung des Grundwasserstandes notwendig, um ggf. durch entsprechende Maßnahmen sicherzustellen, dass das Haus trocken steht.

Zur Ermittlung der Tragfähigkeit sind die bodenmechanischen Eigenschaften (z.B. Scherfestigkeit, zusammendrückbarkeit, Wassergehalt, Wichte) der betroffenen Baugrundschichten sowie deren räumliche Ausdehnung und der Grundwasserstand zu bestimmen. Unter Berücksichtigung der geplanten Fundamentbreite, Einbindetiefe der Fundamente werden die Belastbarkeit des Baugrundes und die zu erwartenden Bauwerkssetzungen ermittelt. Diese Ergebnisse werden zur Bestimmung der bauwerksbezogenen, zulässigen Sohlpressung oder der Bettungsmoduli verwendet.

Das häufig angewendete Verfahren der Bestimmung der zulässigen Sohlpressung nach der Tabelle der DIN 1054 ist nur für einen ungeschichteten, homogenen Baugrund möglich.

Bei weniger einfachen Baugrundverhältnissen sollten Sie die Standsicherheit Ihrer geplanten Bauwerke nicht dem Zufall überlassen, sondern sich absichern, indem Sie sich ausreichend bei den entsprechenden Fachleuten informieren.